Gert-Jonke-Preis 2017 an Paul Nizon

Klagenfurt – Der zum vierten Mal vergebene Gert-Jonke-Preis, der diesmal in der Sparte Prosa verliehen wird, geht an den aus der Schweiz stammenden und in Paris lebenden Schriftsteller Paul Nizon.

Gert Jonke-Preis 2017 Paul Nizon Verleihung

Gert Jonke-Preis 2017: Paul Nizon bei der Verleihung

Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde dem Autor am Sonntagvormittag im Klagenfurter Musil Haus überreicht. Die Jury, der die Lektorin Angelika Klammer, die Literaturwissenschafterin Alexandra Pontzen und Norbert Wehr, Herausgeber der Zeitschrift „Schreibheft“, angehörten, würdigte mit Nizon einen „Virtuosen der poetischen Selbsterforschung“, wie es in der Aussendung heißt. „Nizons Romane, Erzählungen und Journale sind bedeutende Werke der Gegenwart, sind Sprachkunst im besten Sinne des Wortes. Seine stete Suche nach neuen Ausdrucksformen führt zu einer großen Vielfalt formaler und sprachlicher Mittel“, so die Jurybegründung.

Kritiker und Autor

Geboren 1929 in Bern als Sohn eines russischen Emigranten und einer Bernerin, lebt Nizon seit 1977 in Paris. Er war leitender Kunstkritiker der „Neuen Zürcher Zeitung“, seit 1962 ist er freier Autor. Für seine Romane und Erzählungen, die in mehrere Sprachen übersetzt sind, erhielt er zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Die alle zwei Jahre vergebene Auszeichnung, die 2011 ins Leben gerufen wurde und an den Kärntner Schriftsteller Gert Jonke erinnert, wird abwechselnd in den literarischen Hauptkategorien Prosa, Dramatik und Lyrik vergeben. Bisher wurden Alois Hotschnig (Prosa, 2011), Friederike Roth und Händl Klaus (Dramatik, 2013) und zuletzt 2015 Julian Schutting (Lyrik) ausgezeichnet. (APA, 19.3.2017)

Der Film zum Preis: Juroren und Nominierte

Produktion: Ingrid Ahrer
Gestaltung: Martin Polasek
© regie.tv 2017

Bildnachweise zu den einzelnen Nominierten-Fotos

Paul Nizon:

Portraitfoto, Alchetron, Free Social Encyclopedia

Buchumschlag „Die Erstausgaben der Gefühle“, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2002

Portraitfoto 1993, Deutschlandfunk (AP)

Buchumschlag „Urkundenfälschung“, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2012

Portaitfoto (Jonas Unger / DPA) aus: Süddeutsche Zeitung 12/2012, Magazin

Buchumschlag „canto“, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1963

Buchumschlag „Die Republik Nizon“, edition selene 2005

Katja Lange-Müller:

Portraitfoto (Andreas Pein) aus: FAZ-Feuilleton vom 9. 8. 2016

Portraitfoto (Amin Akhtar) aus: Berliner Morgenpost vom 27. 7. 2014

Buchumschlag „Die Letzten“, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2002

Portraitfoto (Helmut Fricke) aus: FAZ vom 22. 7.2016

Buchumschlag „Böse Schafe“, Kiepenheuer & Witsch Gmbh, Köln 2007

Buchumschlag „Die Enten, die Frauen und die Wahrheit“, Kiepenheuer & Witsch Gmbh, Köln 2003

Ulrich Peltzer:

Portraitfoto (Astrid Busch) aus: Website „Literaturforum im Brecht-Haus“

Buchumschlag „Das bessere Leben“, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2015

Portraitfoto (Renate von Mangoldt) aus: Webportal „Literatur Port“

Portraitfoto Rostock 2015 (Reiner Mnich)

Buch „Das bessere Leben“ (Sophie Euler) aus: Website „Flux FM“

Portraitfoto (Uwe Ansbarch/dpa/lhe) aus: Der Tagesspiegel vom 29. 7. 2015

Judith Schalansky:

Portraitfoto und Buch „Fraktur mon Amour“, FontShop AG, Berlin 2006

Portraitfoto (Hartmut Kelm) aus: Der Oderlandspiegel vom 22. 11. 2012

Buch „Der Hals der Giraffe“, Suhrkamp, Berlin 2011

Portraitfoto, Alchetron, Free Social Encyclopedia

Portraitfoto (Torsten Silz / dpa)

Olga Martynova:

Portraitfoto (Tobias Bohm) aus: Stuttgarter Zeitung vom 26. 6. 2013

Portraitfoto Bachmann-Preis 2014, Website ORF-Kärnten

Portraitfoto Juli 2012 (Harald Hugo Schröder)

Buch „Der Engelherd“, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2016

Portraitfoto, Bayerischer Rundfunk 2013

Portraitfoto (juergen-bauer.com) aus: Webportal WeltN24 GmbH, 2016