Die GERT-JONKE-GESELLSCHAFT wurde im August 2012 für die Förderung der Rezeption des Werkes von Gert Jonke sowie die Förderung der künstlerischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit diesem gegründet.

Gert Jonke definierte sich selbst in seinem Gedicht Ich bin Schriftsteller:

Ich verwende meine Füllfeder als Aussichtsturm
den Aussichtsturm als Schiffsmast
den Schiffsmast aber als Uhrzeiger welcher
auch der zu Stein fossilierte Speer eines
Schwertfisches sein soll den man zwischen zwei
flügelförmige Himmelshälften gespannt hat um
mit deren Hilfe ordentlich diesen Tag zu
überqueren und hernach im Gasthaus zu verschwinden!

Am Scheitel dieser gebogenen Flugbahn
klettere ich einen Morgen weiter.

Ein sonderbares Gerät diese Füllfeder: ein Ausguck, ein Zeitmesser, ein Fossil, das die Himmelshälften zusammenhält, ein Fortbewegungsmittel in einem, mit dem sich Raum und Zeit nicht nur durchmessen, sondern aufheben lassen.
Dieses wunderbare Gerät, Jonkes Füllfeder, ist Instrument und Metapher zugleich, Instrument und Metapher der Poesie.
Die GERT-JONKE-GESELLSCHAFT hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Teil von Jonkes Füllfeder zu sein:
Das Instrument, das die Auseinandersetzung mit seiner Poesie weiterschreibt.

Zu dieser Aufgabe gehören:

  • Die literaturwissenschaftlich betreute Herausgabe des Gesamtwerkes.
  • Die Förderung von Übersetzungen.
  • Die Erstellung und Archivierung des verfügbaren Dokumentationsmaterials.
  • Die Abhaltung von Symposien, Seminaren und Workshops und wissenschaftlichen Tagungen.
  • Die Veranstaltung oder logistische Unterstützung von Lesungen, Vorträgen, Ausstellungen, Theaterproduktionen, Kunstaktionen und Installationen, Film-, Video- und Multimedia-Präsentationen.
  • Die Förderung von musikalischen Kompositionen und theatralischen bis gesamt-künstlerischen Inszenierungen in Reflexion auf das Werk Gert Jonkes.

Ziel der Gesellschaft ist, das Werk Jonkes nachhaltig zu pflegen, literaturwissenschaftlich zu betreuen und seinem Stellenwert entsprechend in der literarischen Öffentlichkeit zu positionieren.

Wilhelm Huber